Dez 12

Zum „Großkampftag“ mit Erster und Dritter war es im Hörgerätezentrum Gromke ziemlich eng, was man von unserem Wettkampf nicht wirklich behaupten konnte. Durch Ausfall (Ralf) und Berufung zu höheren Weihen (Andreas) personell geschwächt, konnten wir nur auf eine ähnlich gemischte Aufstellung der Chemnitzer hoffen. Diese waren eigentlich als erster Aufstiegskandidat gestartet, fanden sich aber vor der Runde mit 2 MP im Tabellenkeller. Zu unserem Leidwesen konnten sie aber am Sonntag (fast) mit Stammbesetzung auflaufen…

…und so wurde es eine recht einseitige Angelegenheit.

Hier ein kurzer Bericht:

Bretter 1+2, Steffen, Gottfried:
Von der Papierform lagen beide klar hinten, dennoch hatte ich höchstens beim Steffen etwas Sorge. Gottfried spielte bei beiderseits stark limitierten Materialressourcen locker mit und brachte sich wohl durch eine Ungenauigkeit zum Schluss noch etwas in Bedrängnis. Das Turmendspiel (sind ja ohnehin immer Remis) mit Minusbauer war dann eine Frage der (guten) Technik. Bei Steffen war die Lage am Ende m.E. schon etwas bedrohlicher, einerseits waren mehr Bauern auf dem Brett, andererseits drohte latent der Durchmarsch eines Freibauern. Aber auch er konnte dei Puppen zusammenhalten und so war das zweite Remis perfekt.

Bretter 3 bis 5
An Brett 3 und 5 (Andreas Peters und Ubald) kam es zu sehr schnellen Punkteteilungen. Vielleicht trotz der starken Vereinfachungen etwas zu zeitig, aber da kann ich mir noch kein Urteil erlauben.
Sven wollte wegen beruflicher Verpflichtungen die Partie eigentlich schnell beenden und legte auch furios los. In Eröffnung und Mittelspiel waren beiderseits einige komplizierte taktische Probleme zu lösen. Das gelang beiden zufriedenstellend und Sven wickelte in einausichtsreiches Turmendspiel ab.
Ob er dann ungenau spielte oder Turmendspiele wirklich immer Remis sind – keine Ahnung. Jedenfalls auch eine Punkteteilung.

Bretter 6-8
Und num zun traurigen Teil der Veranstaltung…

Ich hatte im Franzosen nach einem thematischen Bauernopfer einiges Spiel, aber – zumindest glaube ich das – mehr wohl nicht. Nachdem mir am Königsflügel etwas die Felle davonschwammen, versuchte ich mein Heil in einem recht unkoordinierten Angriff am Damenflügel (der König stand eh in der Mitte). Bauer #2 ging verloren aber Minusbauer #3 war vergiftet, sodass ich unter Figurenopfer in ein Schwerfigurenendspiel mit mindestes Dauerschach hätte abwickeln können. Nachdem diese Chance ungenutzt verstrichen war, ging dann in Verluststellung auch noch die Dame in die Falle…

Olaf hatte von Anfang an einen schweren Stand. Er scheint in diesem Jahr ohnehin nur mit Schwarz zu spielen (?) und kam wieder recht schlecht aus der Eröffnung. Die Stellung wurde immer gedrückter und ein Konter war nicht in Sicht. M.E. hätte die Partie schon wesentlich eher verloren gehen müssen, aber diese Nachsicht und Olafs zähe Gegenwehr nützte am Ende nichts. Zum Finale gab es noch eine schöne Zugzwangstellung im Damenendspiel.

Uwe stand in Eröffnung und Mittelspiel immer aktiv und gut und übersah dann leider einen – nach eigener Aussage – möglichen Figurengewinn. Danach hatte er zunehmend Probleme mit der Koordinierung der verbleibenden Figuren und nach dem erzwungenen Damentausch war das Endspiel dann einfach nicht mehr zu halten.

2,5:5,5 ist eine klare Sache. Sicher hätte die Niederlage nicht so hoch ausfallen müssen, aber ein Punktgewinn war an diesem Tag kaum drin. So gehen wir mit 4:6 MP in die Winterpause hoffen wir 2012 auf bessere Zeiten!

Ich wünsche allen ein beschauliche (Rest-)Adventszeit und ein gesegnetes Weinhachtsfest.
Und für die wenigen, die am 30.12. nicht zum Blitzen kommen, einen guten Rutsch ins neue Jahr.


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